Monat: April 2013

Geldfragen

Marilyn war erst ein paar Jahre verheiratet und das Geld war knapp. Doch als sie den verschlissenen Bettüberwurf ansah, hätte sie trotzdem gern einen neuen gehabt. Also beschloss sie, den Einkauf mit der Kreditkarte zu bezahlen in der Hoffnung, das Geld irgendwie aufzutreiben, bis die Rechnung kam.

Gut gemacht

Beim Gedenkgottesdienst für David Schumm erinnerten wir uns an den Optimismus, die Beharrlichkeit und den Glauben dieses querschnittgelähmten Mannes. Alle 74 Jahre seines Lebens waren selbst die alltäglichen Verrichtungen eine Qual. Doch er hatte sein Lächeln behalten, hatte gefährdete Jugendliche begleitet und über 23‘000 Stunden seiner Zeit als freiwilliger Helfer im Krankenhaus eingesetzt.

Geschichten erzählen

Der Filmemacher George Lucas wurde einmal gefragt, wie er gern in Erinnerung bleiben möchte. Er erwiderte: „Man wird mich als Filmemacher in Erinnerung behalten ... Ich hoffe, dass einige der Geschichten, die ich erzählt habe, aktuell bleiben ... Wenn Sie Kinder haben, wissen Sie, dass man ihnen die Sachen erklären muss, und wenn man das nicht tut, dann müssen sie es auf andere Art lernen ... Deshalb müssen die alten Geschichten wiederholt werden und zwar so, dass die nächste Generation sie versteht. Ich glaube nicht, dass ich je etwas anderes erzählen werde als die alten Geschichten, weil ich denke, sie müssen immer noch erzählt werden.“

Im Kleinen treu

Vor vielen Häusern in unserer Umgebung stehen am Straßenrand Stände zum Verkauf von Obst, Gemüse und Pflanzen. Hin und wieder fahren auch wir zu so einem unbesetzten Stand, der mit der Ehrlichkeit der Käufer rechnet. Wenn wir uns bedient haben, werfen wir unser Geld in ein Kästchen oder eine alte Kaffeebüchse und freuen uns am frisch geernteten Obst und Gemüse.

Versäumtes nachholen

Wohl keiner kann sagen, er habe nichts zu bereuen. Wie oft schlagen wir Wege ein, die nicht gut für uns sind – manche länger als andere – und bleibende Folgen haben für Leib, Seele und Geist.

Ganz einfach

James Madison, der vierte Präsident der Vereinigten Staaten, war wesentlich an der Entstehung der amerikanischen Verfassung beteiligt. Er warnte davor, Gesetze zu machen, die „so umfangreich sind, dass man sie nicht lesen kann, oder so unlogisch, dass man sie nicht versteht“. Wenn ich an manche komplizierten Formulare denke, die ich schon gelesen habe, denke ich, diesen Rat sollte man auch heute viel öfter befolgen!

Falscher Ehrgeiz?

Ist Ehrgeiz verkehrt? Ist es falsch, wenn man der Beste sein will? Unter Umständen schon. Was guten und falschen Ehrgeiz unterscheidet, sind Ziel und Motivation – ob wir Gottes Ehre suchen oder unsere eigene.

Marken-bewusstsein

Eine bekannte Modefirma verlangt von ihren Verkäuferinnen, dass sie sich so anziehen wie die Modepuppen in den Schaufenstern, die ihre Mode ausstellen. Das nennt man „Markenbewusstsein“. Der Gedanke dahinter ist, dass die Käufer die Kleider dann eher kaufen, weil sie so aussehen möchten wie die Leute, an denen sie die Teile schon gesehen haben.

Ich l-i-e-b-e

Ich war mit meinem Mann im Schwimmbad, als die Leute um uns herum plötzlich alle zum Himmel hinauf starrten. Ein kleines Flugzeug malte mit Rauch Buchstaben in die Luft. Wir sahen, wie der Pilot schrieb: „Ich liebe.“ Die Leute begannen zu raten, ob es womöglich ein Heiratsantrag werden sollte. Vielleicht stand ein verliebter Mann irgendwo in der Nähe mit seiner Freundin auf dem Balkon und würde gleich fragen: „Willst du mich heiraten?“ Wir blickten weiter in die Höhe. Nun stand da: „Ich liebe Je...“ Ein paar junge Mädchen meinten: „Vielleicht Jenny oder Jessica.“ Doch nein, der Pilot schrieb: „Jesus.“ Alle Leute sollten sehen, dass er ihn liebt.

Unsichtbare Gefahr

Als ich noch klein war, entging unsere Familie einmal nur knapp einer Katastrophe. Die meisten Geräte in unserem Haus, einschließlich des Ofens, wurden mit Erdgas betrieben. Ein kleines Leck in einer der Leitungen brachte unser Leben in Gefahr. Das Gas strömte langsam in unser kleines Haus und die tödlichen Gifte legten sich über uns, so dass wir alle das Bewusstsein verloren. Hätte uns nicht ein Nachbar entdeckt, der zufällig vorbeikam, um uns zu besuchen, hätte der gefährliche, unsichtbare Feind uns alle umgebracht.

Kein Kleingedrucktes

Im Wall Street Journal schrieb kürzlich eine Autorin, dass viele Zustimmungsvereinbarungen, Garantien oder Widerrufe, die heute den verschiedenen Produkten beiliegen, fast nicht zu lesen sind. Sie sind absichtlich so klein gedruckt, dass sie den Käufer abschrecken. Aus diesem Grund lesen viele nicht alle Bedingungen durch, bevor sie unterschreiben. Ein Professor für Kommunikationsgrafik verwies auf eine 32-seitige Nutzungsvereinbarung, die er mit seinem neuen Smartphone erhalten hatte, und sagte mit Blick auf den Hersteller: „Sie wollen gar nicht, dass man das liest.“

Das Auge Gottes

Nicht weit von unserem Haus wurde eine Kamera installiert, um die Autofahrer zu erwischen, die bei Rot nicht anhalten. Die Übeltäter bekommen später mit der Post eine Zahlungsaufforderung mit einem „Rotlicht-Foto“, das der sichtbare Beweis für ihre Regelwidrigkeit ist.

O Liebe, die mich niemals lässt

Liebe ist das Kernstück lebendiger Beziehungen. Die Bibel macht deutlich, dass wir Menschen der Liebe sein sollen, die Gott von ganzem Herzen lieben, den Nächsten lieben wie sich selbst und auch die Feinde lieben. Wenn wir selbst uns nicht geliebt fühlen, ist das schwer. Vernachlässigte Kinder, Ehepartner, die sich vom anderen nicht ernst genommen fühlen, Eltern, denen die Kinder fremd geworden sind, sie alle wissen, wie sehr es schmerzt, wenn die Liebe fehlt.

Freundschaft

Freundschaft ist eines der größten Geschenke im Leben. Echte Freunde wollen, dass ihre Freunde nur das Beste bekommen – und das ist, dass sie Gott erkennen und ihn von ganzem Herzen, von ganzer Seele und von ganzem Gemüt lieben. Dietrich Bonhoeffer hat einmal sinngemäß gesagt: „Das Ziel der Freundschaft leitet sich allein daraus ab, was Gottes Wille für den anderen ist.“

Kein Ersatz nötig

Bei einem Besuch bei meinem Sohn in San Diego beschlossen wir spontan, am Sonntag in einer etwas entfernter gelegenen Kirche den Gottesdienst zu besuchen, um den dortigen Pastor predigen zu hören. Wir standen früh auf und fuhren eine Stunde früher los als sonst. Doch aus der Vorfreude wurde Enttäuschung, als wir feststellen mussten, dass Dr. Jeremiah an diesem Sonntag gar nicht da war, sondern an seiner Stelle „jemand anders“ predigte, ein Ersatz.